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Gemeindeverband Politik

Stellungnahme zur Besetzung der Stelle des Ersten Gemeinderats

Kai Dräger Von Kai Dräger

In der Ratssitzung vom 17. März 2026 hat der Rat der Gemeinde Nordstemmen beschlossen, die Stelle des Ersten Gemeinderats vorerst nicht neu auszuschreiben. Der Beschlussvorschlag Nr. 2 der Drucksache 21/2026 (1. Ergänzung) lautet: „Von einer Ausschreibung der Stelle wird zur Zeit abgesehen.”

Als Bürgermeisterkandidat der CDU nehme ich dazu öffentlich Stellung.

Klares Bekenntnis zur Ausschreibung

Die Neubesetzung dieser zentralen Führungsposition in unserer Gemeindeverwaltung erfordert verantwortungsvolles Handeln. Ich spreche mich ausdrücklich für eine Ausschreibung als Erster Gemeinderat aus – verbunden mit einer entsprechend höheren Besoldung und damit gesteigerter Attraktivität der Stelle.

Nur so gelingt es uns, Fachkräfte zu gewinnen, die in Führungskultur, Digitalisierung und Prozessoptimierung wirklich versiert sind. Qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten für dieses Anforderungsprofil sind auf dem Arbeitsmarkt hart umkämpft. Wer gute Köpfe gewinnen will, muss ein überzeugendes Angebot machen.

Keine Verschiebung auf die Zeit nach der Kommunalwahl

Eine Verschiebung der Stellenbesetzung auf die Zeit nach der Kommunalwahl lehne ich entschieden ab. Eine längere Vakanz in der zweithöchsten Führungsposition unserer Verwaltung würde den laufenden Betrieb ernsthaft gefährden. Die Gemeinde braucht Kontinuität – gerade in einer Zeit, in der wichtige Projekte und Entscheidungen anstehen.

Angestrebt wird eine geordnete Übergangs- und Einarbeitungsphase. Das setzt voraus, dass wir jetzt handeln – auch wenn dies Anpassungen im Haushalt 2026 und bei den rechtlichen Grundlagen erfordern sollte.

Zeitnahe Abstimmung nötig

Fraktionen und Verwaltungsleitung müssen sich zeitnah intern abstimmen, damit der Rat bereits in der nächsten Sitzung einen Ausschreibungsbeschluss fassen kann. „Zur Zeit” darf kein Synonym für Untätigkeit sein. Es ist ein kurzes Zeitfenster, das wir konsequent nutzen müssen.

Transparenz im Verfahren

Ich weise auf einen besonderen Umstand hin, der bei den anstehenden Beratungen offen berücksichtigt werden sollte: Die drei aktuellen Bürgermeisterkandidaten sind als Mitglieder des Verwaltungsausschusses unmittelbar in den weiteren Prozess eingebunden. Diese Konstellation ist legitim, erfordert aber ein hohes Maß an Transparenz und Fairness gegenüber der Öffentlichkeit.


Kai Dräger Bürgermeisterkandidat der CDU Gemeindeverband Nordstemmen